Am Ostermontag starten wir die Pilger Saison. Bevor wir uns auf den Weg durch die erwachende Natur machen, besuchen wir einen Gottesdienst. Mittags stärken wir uns mit einem Picknick im Grünen. Länge und Art des Weges werden angepasst an die, die teilnehmen möchten. Zum Ausklang erholen wir uns in einer Eisdiele oder einem Café.

Emmausweg – neu gedacht!


Viele Jahre lang habe sich die Gefährten in der Region Köln-Bonn-Aachen am Ostermontag zum Emmausweg getroffen. Diese Eröffnung der Pilgersaison wurde immer auch genutzt, um Freunde und Bekannte einzuladen, bei Gottesdienst, Wanderung, Picknick und Eis oder Kuchen das Gefährtenleben kennen zu lernen. Leider ist die Gruppe der Teilnehmenden in den letzten Jahren immer kleiner geworden. Damit diese Tradition nicht ganz einschläft, hat
Lothar aus Berlin einen Vorschlag:

Gemeinschaftsprojekt „Emmaus-Begegnung“


Die Idee: Den Emmausgang (Lukas 24, 13–35) als dezentralen Pilgerweg der Begegnung und Erkenntnis neu beleben. Jede Gefährtin und jeder Gefährte gestaltet einen persönlichen „Emmausweg“ im eigenen Umfeld und teilt die gemachte Erfahrung mit der Gemeinschaft.

  1. Das Herzstück: Der Dezentrale Emmausgang
    Alle teilnehmenden Gefährtinnen und Gefährten sind eingeladen, eine oder mehrere Personen (Freunde, Familie, Nachbarn oder „Fremde“) zu einem kleinen, bewussten Osterspaziergang/Pilgerweg im eigenen Umfeld einzuladen. Mögliche Gestaltungen (ganz nach persönlicher Wahl):
  • Der „Natur-Emmaus“: Ein Spaziergang in der neu erwachenden Natur (Wald, Park, Feld), um bewusst die Schöpfung und ihre Wunder wahrzunehmen.
  • Der „Stadt-Emmaus“: Ein Gang durch die Stadt oder das Viertel, bei dem man mit offenen Augen und Herzen auf die Menschen und ihre Geschichten achtet – eine bewusste Begegnung.
  • Der „Dialog-Emmaus“: Der Weg als Rahmen für ein tiefes Gespräch (wie es die Jünger taten) über Glauben, zweifel, Freuden und Sorgen der letzten Zeit.
    Inhaltlicher Fokus: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, die Dynamik der Emmausgeschichte zu erleben.
  • Der Schmerz/die Sorge (der Weg): Ehrlich darüber reden, was bewegt, schmerzt oder verwirrt (wie die Jünger über den Tod Jesu).
  • Die Klärung (der Fremde/die Schrift): Einander zuhören und vielleicht einen neuen Blickwinkel oder eine tiefere Bedeutung des Geschehenen entdecken. Der Auferstandene begegnet uns in dieser Begegnung.
  • Die Erkenntnis (das Brotbrechen): Der Höhepunkt ist die Gastfreundschaft und das gemeinsame Innehalten. Im Bewusstsein der Geste des Teilens können uns die Augen aufgehen: „Brannte nicht unser Herz?“
  1. Der spirituelle Höhepunkt: Das Brotbrechen
    Die Einladung zum Spaziergang sollte in einer Geste der Gastfreundschaft münden, die an das Brotbrechen erinnert, sei es ein kleines Picknick, ein gemeinsamer Kaffee oder ein Abendbrot. In dieser Geste des Teilens manifestiert sich die Erkenntnis, dass Jesus in der Begegnung präsent ist.
  • Wichtiger Impuls: Im Zentrum steht die Frage: „Wer lädt hier eigentlich wen ein?“ Laden wir den anderen ein, oder lädt Jesus uns im anderen ein?
  1. Die Gemeinschaftliche Verbindung: Das Teilen der Erfahrung
    Um die Distanz zu überbrücken und die Erfahrungen zu bündeln, teilt jede/r Gefährt/in die eigene Emmaus-Begegnung mit der Gemeinschaft.
  • Format: Ein paar Fotos, ein kurzes Video (max. 1–2 Minuten), eine Audio-Nachricht oder ein kurzer, prägnanter Text.
  • Inhalt: Man teilt die Freude, die Erkenntnis oder die besondere Begegnung des Tages – also den Moment, als das Herz brannte. Der Fokus liegt auf Authentizität, nicht auf perfekter Filmproduktion.
  • Ablauf: Ladet eure Beiträge bitt hoch unter:
    https://cloud.pellegrinifrancesco.eu/index.php/s/WniazRDjtdMT3Qr
    Damit wir wissen, von wem ein Beitrag kommt, schreibt dazu bitte einen kurzen Kommentar in einer Textdatei oder per E-Mail an gefaehrten@pellegrinifrancesco.eu . Gebt darin auch die E-Mail-Adressen der Teilnehmenden an. Dann senden wir die Zugangsdaten zum Anschauen der gesammelten Beiträge. So wird dies zu einem gemeinsamen, virtuellen Kapitel-Erlebnis des Auferstehungslebens.